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Ein Monat für Autismus

Ein ereignisreicher und anstrengender Monat liegt hinter uns. Ist für uns jeder Tag ein Autismus-Tag so ist doch der April besonders. Die UNO hat den 2. April zum Welt-Autismus-Tag (World Autism Awareness Day) erklärt und in vielen Ländern werden den ganzen April hindurch besondere Aktivitäten organisiert. So auch in Laos in diesem Jahr. Am 2. April waren wir gleich doppelt auf allen laotischen Fernsehkanälen. Neben dem Musikvideo zu Alunas Autismus-Song “In Your Arms” (https://www.youtube.com/watch?v=x79GOQkMt7s&feature=youtu.be) wurde auch ein Dokumentarfilm (https://www.youtube.com/watch?v=G2d2r8nSi9M&feature=youtu.be) über die Anzeichen von Autismus uraufgeführt. Wir danken für die großartige Unterstützung durch Aluna, Muanson Media und UFO Entertainment. Am 4. April fand im Mercure Hotel eine erfolgreiche Benefiz-Kunstausstellung statt. Künstler aus Laos, Thailand und Vietnam hatten Werke gespendet, sodass der Erlös der Veranstaltung, die vom Mercure Hotel und der Botschaft von Singapur unterstützt wurde, komplett für AfA zur Verfügung steht. Am 6.April trafen sich bekannte Künstler sowie Kinder des Vientiane Autism Center und der Saphanthong Grundschule zu einem mitreißenden Konzert.
Konzert01
Die Teilnahme an einem Internationalen Autismus-Seminar in Kuala Lumpur (Malyasia) brachte uns wieder mit den anderen Mitgliedern des ASEAN Autism Network zusammen und erweiterte das Wissen von Mitarbeitern wie Lehrern des VAC ebenso wie die Beteiligung am 8. Autismus-Kongress der Khon Kaen Universität (Thailand). Die Reisen wären nicht möglich gewesen ohne die großartige Unterstützung durch Catholoic Relief Services und das Australische Außenministerium.
Zu guter Letzt konnte wir auch die Arbeit am Handbuch über die Unterstützung von Kindern mit geistigen Behinderungen zu Ende bringen.
Ganz nebenbei feierten wir auch das laotische Neujahr.
Nun heißt es erst einmal durchatmen und dann mit neuem Schwung an die nächsten Ziele. Denn wie schon im Vorjahr meldeten sich auch 2014 nach den Veranstaltungen viele neue Familien, die vermuten, dass ihre Kinder zum Autismus-Spektrum gehören.

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Wir brauchen dringend Hilfe

Schreiben der Präsidentin der Association for Autism

Viengsam Soinxay, President of AfA

Viengsam Soinxay, President of AfA


Im Namen der Association for Autism schreibe ich Ihnen, um Ihnen für die kommende Weihnachtszeit alles Gute zu wünschen.
Zunächst noch einmal herzlichen Dank allen bisherigen Spendern. Ihre Spenden trugen wesentlich dazu bei, das Leben von vielen Kindern und ihrer Familien zu verändern. Heute möchte ich Ihnen gern die Geschichte von Oui erzählen, damit Sie besser verstehen, was Sie mit Ihrer Unterstützung bewirken können.
Oui ist acht Jahre alt. Ihr Vater arbeitet in der Provinz Sekong im Süden von Laos und ist so wochenlang weit weg von seiner Familie. Oui, Ihre Mutter, Großmutter und Schwester bleiben derweil in der Hauptstadt Vientiane zurück. Als wir Oui und ihre Familie kennenlernten, mussten alle Fünf zusammen mit einem Einkommen von zwei Millionen Kip (etwa 200 Euro) im Monat auskommen.
Ouis Eltern versuchten, das Mädchen in eine staatliche Schule zu schicken. Doch die Lehrer hatten keinerlei Erfahrung im Umgang mit autistischen Kindern und deren besonderen Bedürfnissen. Sie wussten einfach nicht mit ihr umzugehen. Oui konnte nicht sprechen und sie hatte Probleme, die einfachsten Situationen zu meistern. Sie konnte beispielsweise nicht mitteilen, wann sie zur Toilette musste und konnte nicht ruhig auf ihrem Platz sitzen. Sie begann zu schreien, wenn sie etwas haben wollte, und konnte den einfachsten Anweisungen nicht folgen. Das machte es nicht nur ihr unmöglich zu lernen, sondern ihr Verhalten hielt auch andere Kinder vom Lernen ab. Oui musste zu Hause bleiben, und weil ihr Vater weit weg war, musste ihre Mutter ihre Arbeit aufgeben, um sich um Oui zu kümmern.
Als die Familie vom Vientiane Autism Centre hörte, brachten ihre Eltern das Mädchen hierher in der Hoffnung, die erforderliche Hilfe und Verständnis zu finden. Doch die Familie konnte die Schulgebühren einfach nicht aufbringen. Nur dank der Hilfe von großzügigen Spendern konnten wir Oui (und viele weitere Kinder) in den zurückliegenden Monaten mit einem Stipendium unterstützen.
Dank intensiver und qualifizierter Unterstützung durch unsere Sonderschulerzieher konnte Oui große Fortschritte machen. Sie hat gelernt, an Gruppenübungen teilzunehmen und fühlt sich wohl bei den Bewegungsübungen, sie konnte ihre Konzentration deutlich erhöhen und ist interessiert zu lernen. Oui kann inzwischen schreiben. Sie folgt Anweisungen, hat bessere Kontrolle über sich selbst und kann auch einige Situationen des täglichen Lebens meistern. Sie nimmt in diesem Jahr, begleitet und betreut von Lehrern unseres Zentrums, am Inklusionsunterricht einer Grundschule teil.
Doch durch die Spenden hat sich nicht nur Ouis Leben verbessert.
Seit Oui am VAC ist konnte ihre Mutter wieder eine Teilzeitbeschäftigung aufnehmen und so das Familieneinkommen aufbessern. Die Familie kann wieder Pläne für die Zukunft schmieden und auch Schulmaterialien und Kleidung für Oui und ihre Schwester kaufen. So wird Hilfe für ein Kind mit Autismus auch Hilfe für eine bedürftige Familie.
Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit auch eine Zeit der Besinnlichkeit und Nächstenliebe. Wir sind sicher, dass auch Sie zu den großherzigen Menschen zählen und wir hoffen deshalb, dass Sie in der kommenden Weihnachtszeit nicht nur die Bindungen in Ihrer Familie weiter stärken, sondern vielleicht auch einem Kind mit Autismus und seiner Familie im fernen Laos helfen möchten.

Wenn es Ihre persönliche Situation gestattet, bedenken Sie bitte, einem Kind mit Autismus in einer bedürftigen Familie in Laos mit einem Stipendium zum Besuch des Vientiane Autism Centre zu helfen.

Wir möchten vier Optionen vorschlagen:

Eine von Herzen kommende Spende von 1 EUR pro Tag hilft, Stipendien für Kinder aus einkommensschwachen Familien zum Besuch des VAC bereitzustellen. Eine regelmäßige monatliche Spende in Höhe von 30 EUR deckt 15% des Stipendiums für ein Kind – durch die gemeinsamen Anstrengungen vieler Spender können wir vielen Kindern die Chance auf ein reiches und erfülltes Leben eröffnen.

Eine bedeutsame Spende von 75 EUR pro Monat deckt 25% der Kosten die notwendig sind, einem Kind aus einer einkommensschwachen Familie den Besuch des VAC zu ermöglichen. Eine einmalige Spende in Höhe von 800 Euro sichert 25% eines Stipendiums für ein Jahr.

Eine großzügige Spende von 110 EUR im Monat deckt die Hälfte eines Stipendiums das nötig ist, ein Kind aus einer bedürftigen Familie einen Monat lang am Vientiane Autism Centre zu betreuen. Eine einmalige Spende in Höhe von 1.200 Euro trägt die Kosten eines halben Stipendiums für ein Jahr.

Eine großherzige Spende von 200 EUR pro Monat gewährleistet ein volles Stipendium, das es einer armen Familie erlaubt, ein Kind mit Autismus zum VAC zu schicken. Eine einmalige Spende von 2.400 Euro finanziert ein volles Stipendium für ein Jahr. Unsere Politik ist es, maximal 90% der Gesamtkosten eines Platzes am VAC zu übernehmen und die betreffende Familie zu bitten, die restlichen 10% zu tragen. Es ist aus unserer Sicht wichtig, dass die Familien auch selbst Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder übernehmen, entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten.

Stipendien der Association for Autism sind Geschenke von mehrfachem Wert. Einerseits helfen sie einem bedürftigen und oft frustriertem Kind direkt, anderseits wirken sie in vielfacher Weise auf das Leben der gesamten Familien.

Indem sie einem Kind neue Möglichkeiten eröffnen, helfen sie zugleich seinen Eltern mit niedrigem Einkommen, eine bessere Zukunft für die gesamte Familie zu bauen. Sehr oft haben Mütter von Kindern mit Behinderungen ihre Beschäftigung aufzugeben, um ihre Zeit ganz ihrem besonders bedürftigen Kind zu widmen. Durch qualitative hochwertige Bildung für das Kind eröffnen sie seinen Eltern gleichzeitig eine Möglichkeit, Armut zu entgehen. Bitte lesen sie auch über die anderen Einzelschicksale um zu erfahren, wie Ihre Hilfe das Leben von ganzen Familien verbessern kann.

Wenn Sie ein komplettes Stipendium am Vientiane Autism Centre spenden wollen, werden wir Ihre großzügige Unterstützung gern würdigen, indem wir das Stipendium entsprechend Ihren Wünschen benennen. Dies kann in Ihrem eigenen Namen sein oder auf den Namen eines Verwandten oder einer anderen, von Ihnen verehrten Person oder Institution. Großherzige Firmen sind gleichfalls eingeladen, ein Stipendium zu finanzieren. Dies ist eine großartige Gelegenheit, Ihren Mitarbeitern und Kunden Ihren Erfolg und Ihr soziales Engagement zu zeigen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung für Association for Autism. Wir stehen gern zur Verfügung, mit Ihnen über konkrete Möglichkeiten der UNterstützung unserer Arbeit zu sprechen.
Mit freundlichen Grüßen,

Viengsam Soinxay

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Lotusblüten e.V. gegründet

Gestempelt und gesiegelt: seit dem 19. September gibt es Lotusblüten e.V., einen deutschen gemeinnützigen Verein zur Förderung autistischer Kinder und Jugendlicher in Laos. Von Erika Berg und ihren emsigen Freunden ins Leben gerufen, hat der Verein zum Ziel, in Deutschland und darüber hinaus im europäischen Raum Spenden zur Unterstützung der Association for Autism in Laos zu sammeln. Da der Verein in Deutschland registriert und seine Gemeinnützigkeit vom zuständigen Finanzamt anerkannt ist, ist Lotusblüten e.V. auch in der Lage, steuerlich absetzbare Spendenbescheinigungen auszustellen.
Lotusblüten e.V. ist erst wenige Tage alt und war schon sehr aktiv, zum Beispiel am 19. Oktober zur Eröffnung der Beratungsstelle des Regionalverbandes Autismus Karlsruhe e.V. Auch die ersten Spenden sind auf dem Konto des Vereins eingegangen.
Wenn Sie interessiert sind, als Fördermitglied von Lotusblüten e.V. oder als Spender eine Teil-Patenschaft über ein Kind mit Autismus in Laos zu übernehmen, oder wenn Sie andere Fragen zu unserem Projekt haben, wenden Sie sich bitte direkt an erika-berg@gmx.net.
Hier das Spendenkonto von Lotusblüten e.V.:
Lotusblüten e.V.
Konto-Nr. : 19532704
BLZ: 66692300

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Hurra, ich bin ein Schulkind

Jeden Morgen um 8:00 Uhr fährt der Minibus vor. Dann klettern acht Kinder und fünf Lehrer in das Gefährt. Nach 10 Minuten Fahrt durch das zunehmende morgendliche Verkehrsgewühl sind sie am Ziel: die staatliche Grundschule Saphanthong Neua. Meist sind die anderen fünf Kinder des VAC schon da, denn in diesem Jahr sind es 13 Kinder mit Autismus, die in den Klassenstufen 1 bis 4 am Unterricht teilnehmen. Die anderen Kinder haben sich nicht nur an die oft so anders reagierenden Klassengefährten gewöhnt, sie helfen, wo immer es geht. “Guten Morgen, Marcel,” sagt ein Mädchen, nimmt den fast doppelt so großen Jungen mit großer Selbstverständlichkeit an die Hand und führt ihn in den Klassenraum.

Veton

Veton wird als einer der besten Schüler ausgezeichnet


Veton findet seinen Weg allein. Er ist einer der besten Schüler der Schule, belegt schon seit Monaten konstant einen der ersten drei Plätze. Er ist auch eines von drei Kindern, die nach dem Mittagessen im VAC (die meisten Kinder der Grundschule essen zu Hause zu Mittag, die 13 VAC-Schüler fahren mit dem Minibus zurück ins VAC) auch am Nachmittag in der Schule sind.
Nicht nur unsere Kinder mit Autismus gewöhnen sich hier daran, sich in alltäglicher Umgebung zu bewegen, auch die anderen Kinder lernen, dass es spezielle Kinder gibt, die mehr Unterstützung brauchen, um den Alltag zu meistern. Es ist ein schönes Gefühl, Freunde zu haben.

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Ein Tag im Leben von San Vongsay

Es ist fünf Uhr morgens. San steht auf und sieht kurz nach den Kindern. Sie schlafen noch fest. San Macht sich kurz frisch und zieht sich etwas über, weckt eine der im Haus wohnenden Angestellten und fährt dann los. Zu dieser frühen Stunde sind die Straßen der laotischen Hauptstadt Vientiane noch leer, sieht man von ein paar Frühaufstehern ab, die morgendliche Kühle und fehlende Blechkarawanen dazu nutzen, ihren Frühsport zu treiben. Einige joggen, andere, vor allem ältere Leute, vollführen einige Tai-Chi-Übungen oder gehen einfach eine Runde um den Block.
San fährt zum Kua Din Markt. Hier herrscht ab zwei Uhr morgens reges Treiben, wenn Obst und Gemüse für die Hauptstadt angeliefert werden. Sie hat Mühe, einen günstigen Parkplatz zu finden, und verschwindet dann im Getümmel. Rund zwanzig Minuten später kommt sie schwer bepackt wieder: Zwiebeln, Gurken, Tomaten, verschiedene Kräuter, ein großes Bündel Bananen und zwei lebende Hühner verstaut sie heute im Kofferraum ihres Autos. Zurück im Haus erklärt sie den Angestellten, die sowohl in der Küche arbeiten als auch das Zentrum sauber halten, was aus den Einkäufen zubereitet werden soll, und schreibt die Ausgaben für die Buchhaltung auf. Gekocht wird für 40 Personen. Da lohnt es sich früh auf den Markt zu fahren, denn nach sieben Uhr, wenn die Lieferanten von außerhalb weg sind, kosten die meisten Produkte fast doppelt so viel.
Inzwischen ist es halb sieben. Die Kinder sind unter der Dusche und das Frühstück für die Familie kommt auf den Tisch. Marcel ist 12 und autistisch. Er kann sich selbst waschen, doch ohne Aufsicht vergisst er die Zeit und spielt endlos mit Wasser. Wasser ist seine Obsession. Gegen siebenbeginnt auch im Nachbarhaus reges Leben. Die zweigeschossige Villa beherbergt seit 2009 das Vientiane Autism Center. Sicher nicht die ideale Lösung, aber mietfrei. San hatte das Haus eigentlich gebaut, um es vermieten zu können, doch als ihr Sohn und drei weitere Kinder mit Autismus von mehreren Schulen abgewiesen worden waren, hatte sie gemeinsam mit ihrem Mann kurz entschlossen entschieden, hier ein Autismuszentrum einzurichten, das erste und bislang einzige im Land.
Die ersten Lehrer kommen zum Frühdienst, kurze Zeit später treffen auch die ersten Kinder ein. Nun hat auch San Zeit, sich unter die Dusche zu stellen. Marcels kleinen Bruder bringt der Papa zur Schule. Kurz nach acht sind dann alle Angestellten da, insgesamt drei für Haus und Küche und drei im Büro. San sieht nach dem rechten, schaut, ob auch alle 14 Lehrer da sind. Fällt einer aus, wegen Krankheit, Urlaub oder nicht vorhersehbaren Gründen, dann hilft sie mit in der Morgenbetreuung der Kinder. Halb neun beginnt die Beschäftigung zuerst mit Kreisaktivitäten, gefolgt von sensorischen Integrationsübungen. Heute kann San sich der Büroarbeit widmen. Dringend nötig, denn es geht aufs Monatsende und da sind die Gehaltszahlungen vorzubereiten. Khu La, die akademische Leiterin, kommt mit der Liste der benötigten Materialien für den Unterricht. Tja, und dann ist doch wieder nichts mit Büroarbeit. Eine Familie spricht vor, etwas schüchtern und verunsichert. Sie hätten vom Autismuszentrum gehört und ihr Kind sei irgendwie anders. Fast vier Jahre alt und kann noch immer nicht sprechen. Ob San nicht vielleicht mal nach dem Jungen sehen könnte.
San erklärt. Dass sie kein Arzt ist und keine Diagnose stellen kann. Dass sie aber dennoch helfen möchte. Sie lässt sie genau schildern, was bei dem Kind anders ist, zieht eine der zwei Sonderschulerziehrinnen aus Thailand hinzu und wägt genau ab, was sie den Eltern sagen kann. Ja, es könne sein, dass das Kind autistisch ist. Um das aber genau festzustellen, wäre es besser, wenn die Eltern in der Uniklinik im drei Autostunden entfernten Khon Kaen in Thailand vorsprechen würden. Jetzt und sofort aufnehmen kann man das Kind im Autismuszentrum leider nicht. Dazu möchten wir eine genaue Diagnose. Und freie Plätze gibt es im Moment auch nicht. 25 Kinder werden derzeit am Zentrum betreut. Damit es mehr werden können, brauchen wir zuerst ErzieherInnen.

Press conference WAAD

San (right) at press conference on WAAD 2013


Nun ist es halb elf und die nächste Störung ist da: niemand hat darauf geachtet, dass das Papier für den Kopierer ausgeht. Also setzt San sich ins Auto und fährt los. Da das Zentrum kein Auto hat, fährt sie, wie schon am Morgen, mit ihrem eigenen. Beschaffungen sind Sache der Büroassistentin, doch die kann nicht Auto fahren. Pünktlich zum Mittag sind die beiden zurück. Kurz nach eins ist San schon wieder unterwegs, diesmal zum Englischkurs. Danach bleibt gerade noch Zeit, mit der Präsidentin des Autismusverbandes über die Vorbereitung einer Weiterbildung für Lehrer und Eltern in Thailand zu sprechen. Dann meldet sich Marcel. Er hat den Autoschlüssel in der Hand und besteht darauf, nun seinen kleinen Bruder aus der Schule zu holen. Gegen fünf sind alle drei zurück. Khu La wartet schon, denn sie hat noch die Dienstberatung der BetreuerInnen vorzubereiten. Eigentlich genug für heute.
Bleiben das Abendbrot und ein paar Minuten mit den Kindern. Eigentlich, ja eigentlich müsste sie ja auch noch eine Stunde am Laptop üben, denn morgen geht sie zum Computerlehrgang. Das wird nun aber nicht mehr. Um halb neun liegt sie im Bett, mit einem Buch in der Hand. Viel gelesen hat sie vor dem Einschlafen nicht mehr, denn aufgeschlagen ist es auf der gleichen Seite wie schon vorgestern.
San ist Vizepräsidentin der Association for Autism und Direktorin des Vientiane Autism Center. Nun schon seit vier Jahren, ehrenamtlich.

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One day in San’s life

San Vongsay is the mother of an autistic son and Director and co-founder of the Vientiane Autism Centre (VAC) a school for autistic children in Vientiane, Lao PDR. She has worked as Director of the VAC for four years. Her position is unpaid, San is a volunteer. This is a day in her life.
At 5 am San gets up and checks on her children who are still fast asleep. San freshens up, gets dressed, wakes up her house keeper and leaves the house. At this time of morning the usually busy streets of Vientiane are still quite empty, except for a few early risers who are taking advantage of the morning coolness and lack of traffic to do their morning exercise. Some jog, others, mostly elderly people, are doing tai-chi-exercises or just taking a walk around the block.
San is driving to the Kua Din Market, Vientiane’s largest fresh food market. It’s been busy here since 2 am when fresh fruit and vegetables get delivered to the capital from the provinces. San struggles to find a good parking spot and then disappears into the bustle. About 20 minutes later she comes back heavily loaded. Today she has onions, cucumbers, tomatoes, various herbs, a big bundle of bananas and two live chickens to load into the boot of her car. It pays to go the market early because after 7 am the out of town suppliers have sold out and the price of food almost doubles and she has to feed 40 people every day.
Back at the house she explains to her housekeeper, who will cook lunch for the students and staff at the Vientiane Autism School (which is next door to San’s house), what should be prepared out of the groceries. She also takes a moment to write down the expenses for bookkeeping.
At 6.30 am her kids are in the shower and her family’s breakfast is being put on the table. Marcel, her autistic son is 12 years old. While he can wash himself, without supervision, he loses track of time and plays with water endlessly. Water is his obsession.
Just before 7 am the teachers start arriving for the early shift, a little later the first children arrive. The school day has begun. Marcel’s little brother Moritz is being taken to school by his dad. San has a moment to take a shower.
At 8 am the office staff and support staff for the school arrive. San checks to make sure everything is ok and if all 14 teachers have arrived. If one doesn’t come in – due to sickness, vacation or unforeseen circumstances – she will help take care of the children that morning.
At 8.30 am the school activities start with circle training, followed by sensory integration exercises. All the teachers are there today so San can catch up on some office tasks. It’s nearly the end of the month and the teachers’ salaries are due. But just as she starts working Khu La, the Academic Director, comes in with a list of materials she requires for her lessons and wants to discuss them.
Just as she finishes with Khu La, a new family arrives. They are a little shy and intimidated, but they have heard about the Autism Centre and they know their child is different to other children. He is four years old and still can’t speak. They want San to take a look at him. So the office work needs to wait. San explains to them that she isn’t a doctor and cannot issue a diagnosis. But she wants to help them nevertheless, she also has a child that was different and a few years ago she and her husband needed help to understand his condition.
She requests an exact description of what is different about the child from the parents and asks one of her teachers, a special education teacher from Thailand, to join the conversation. They critically consider what they can tell the parents. Yes, it is possible that their child is autistic. But in order to determine precisely the situation it would be better for the parents to go to the university clinic in Khon Kaen, Thailand where he can be assessed by doctors. Khon Kaen is three hours from Vientiane, by car. Unfortunately there is still no agreed medical definition of autism in Lao PDR and no doctors capable of making a diagnosis.
She tells them that it’s not possible to accept the boy at the Autism Center right there and then. She would need a precise diagnosis in order to accept him. But, in truth even with a clear diagnosis, the centre doesn’t have any vacant places at the moment. The Centre is at capacity with twenty-five children and would need more teachers to increase that number. The family thanks her and leaves.
San looks at her watch it’s 10.30 am, so she heads back to the office. But nobody seems to have noticed that the paper for the photocopier has run out. She uses her own car to get some because the centre doesn’t have one.
She returns just in time for lunch she uses this time to talk to the teachers to ask them how the mornings lessons were and how the children are developing. Just after 1 pm San is on her way again, this time to her English course – she is under pressure to read and speak English in order to keep up with international resources about Autism and also to speak with visitors, international volunteers and potential supporters of the Centre. When she graduated from high school Lao students were not taught English. When she returns, there is just enough time to talk to the Viengsam, the President of the Association of Autism about an up-coming training course for teachers and parents in Thailand.

Press conference WAAD

San (right) at press conference on WAAD 2013


But she is interrupted by her son Marcel. He has the car keys in his hand and insists that it is now time to go pick up his younger brother Moritz from school so she leaves to once again face the heavy Vientiane traffic.
It is almost 5 pm when they get back. Khu La meets her as her car pulls up, she still has to prepare the staff meeting. The day isn’t over yet.
She still has dinner preparation and hopes to spend a few minutes with her children. Actually, in reality, she should be practising with the laptop for an hour because tomorrow she is going to a computer course. But that isn’t going to happen tonight.
At 8.30 pm she falls into bed with a book. The book is still open at the same page it was two nights ago.

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All the best, Phoutthavy!

When the Vientiane Autism Center opened in June 2009, Phouttavy was one of the first 9 children. The boy was not yet three years old and could not speak but was always friendly and in a good mood. Phout, as he is called, quickly became the photostar of the center. And Phout learnt to get dressed himself, to shower, to speak, to sing and to dance. He learnt to communicate with the teachers and the other children. Phout always danced in the first row. Also, because in comparison to many of the other children he was quite small. He would not have been visible further in the back.

Three months later, he formed sounds to create made-up words. Another three months and he articulated understandably. Soon he was able to handle numbers with confidence; he did not have any problems with shapes or colours. Phout started to help the other kids prepare for lunchtime.

When his progress became so visible that the teachers worried that learning in the center could be more of a hindrance than a support for him, they decided to talk to Phout´s parents. These were sceptical towards their son´s improvements; too big was the fear of a setback. During the school year 2012/13 our first project in inclusive education started. Of course, Phout was one of the first candidates for this project. Together with seven other children with autism he became a proud student of the primary school Saphanthong. At the end of the first semester he was second of his class and he finished the school year in third place. When our kids appeared on stage during the end-of-year parties at the VAC, as well as at the charity concert in March and at the occasion of the International Children´s Day in June 2013, Phout successfully starred as singer and dancer. Whether it was the ever present Gangnam style or the Laotion children´s song Kuan Chai, Phout was a source of stability in the stage show which was wildly applauded.
Farewell Phoutthavy
Phoutthavy stayed all along the ever cheerful boy who would sit on the steps of the VAC in the morning, greeting all arrivals with a friendly “Sabaidi”. Some days the teachers felt that he was occupying too much of their attention as he not only chatted non-stop but also kept asking an incredible amount of questions. Up until the 12. June. This was his last day in the Vientiane Autism Center. Phoutthavy is the first of our students who dares – and is ready to – make the complete change over to a “normal” school. The summer vacation will allow him to get used to the new surroundings. Parents and VAC teachers will closely follow his development at the new school and are ready to step in in case any problems occur. In addition, his new teachers have been invited to the VAC to learn about the special needs of a child with autism.

We are very proud of Phoutthavy and his success and will do everything to help him making progress. Phout, we wish you all the best and will continue to be there for you!

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A sponsor for Kong

Kong writing
This is Kong. The boy is seven years old and has been visiting the Vientiane Autism Center since March 2010. Kong’s parents are glad that Kong is well taken care of and that he is making progress. When Kong first came to the VAC, he could not speak. Now he is able to repeat monosyllabic words and knows his own name. Recently, he has started to say two-syllabic expressions. Kong is having difficulties keeping his moods under control. If things don’t go according to his wishes, he tends to take out his anger on the other children. On the other hand he is fascinated by the keyboard which he explores patiently for long periods of time. The teachers are now trying to teach him in music.

His parents have been struggling since the beginning to afford the EUR 220 every month for his place at the VAC, especially since Kong has two younger siblings. Kong’s father works for a ministry, his mother teaches at a university. Together they are earning less than EUR 500. When the first grants from the AfA scholarship fund were approved in January 2012, Kong was not one of them. Other cases were even more urgent. In September 2012 Kong’s parents got the approval to also pay 25% less. Around the end of the year it became difficult when the reserves of the scholarship fund were depleted. AfA intensified its fundraising efforts particularly in Laos and also received requests if sponsorships for individual children were possible. We did not hesitate and that’s why Kong now has a new sponsor, Tatjana, who currently lives in the Netherlands and donates EUR 50 a month to AfA. Tatjana is also helping us to translate our web-texts into English. A big Thank you goes to the Netherlands. Here´s to a continued cooperation!

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AfA at 2nd Congress of AAN in Brunei

First of all a very big THANK YOU to SMARTER Brunei, the organiser of the 2nd Congress of the ASEAN Autism Network (AAN). It was a very successful congress and the beginning of a new phase in AAN’s development!
It was also great to meet all the friends from our region again and start planning joint activities for the coming two years.
But step by step: On the evening of 26.04.13 the first ASEAN Autism Youth Camp was officially opened. Unfortunately prohibitive ticket prices prevented us from sending kids from Laos to the camp we were very surprised to see Laos well represented. Autistic children from SMARTER Brunei and their teachers prepared a very nice Lao bungalow with an astonishing picture of the That Luang, the famous Lao stupa. We had big fun in teaching the Lao way of greeting and singing and dancing the Lam-Vong, the traditional Lao dance.
AAN13-06
The official opening of the Congress was honoured by the presence of HRH Prince Hadji Abdul Azim of Brunei Darussalam. Booths of all participating countries in Brunei’s main shopping mall attracted many visitors.
During the congress we could share experiences and knowledge about autism among all our members with special focus on early intervention. Oddy’s Quest, a Fashion Theater of children and young adults with autism and their friends, literally rocked the huge Songket Ballroom at Rizqun Hotel.
AAN13-07
Visits to pilot inclusive education schools and the early intervention and the vocational training centers of our host, SMARTER Brunei did not just give an input into the huge wealth of experience of SMARTER but also a lot of ideas for our own development.
Not to forget that AfA President Mrs. Viengsam Soinxay became member of AAN’s Executive Board and is presiding over the Research and Development Committee. We started working on definition of autism and standardised screening procedures a the most pressing topics right at the congress.
AAN13-08
AAN13-09

The next time we will meet 2015, in Kuala Lumpur (Malaysia). The upcoming host invited us also to start work on another huge project as the Malaysian National Autism Society is going to organise another first: the first ASEAN Autism Sport Games. Training has started already.

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Great Day for Autism in Laos

When the TV presenter suddenly stopped the live broadcast at the side of the stage, the crowd dispersed. No closing speech, no final words of thanks to all the tireless volunteers and the many donors. All this despite the fact that Friday, 29 March had gone so well. In the morning, Minister for Health, Professor Dr Eksavang Vongvichit had seen about 200 participants off onto the “March for Autism”, throughout the whole day people visited the information booth of the Association for Autism in the National Culture Hall and in the evening about 1000 people came to see the benefit concert in the big hall. Telephone calls proved that even in the USA people were watching the performance of the children of the Vientiane Autism Center and witnessing the premiere of Aluna’s new song “In your arms” which had been exclusively written for our association.
Half of the association’s board sat together until 1 a.m. counting the cash proceeds of the evening. We received almost 61 million Kip (6000 EUR). In the days after the concert the workload did not seem to decrease as donations kept coming in. On 11 April the board made the final calculations: in Laos donations were received in the amount of 121, 979, 000 Kip (ca. 12,000 EUR). The sale of tickets and souvenirs resulted in a further 14.3 million kip. Costs involved with organizing the World Autism Awareness Day ran to a total of 87,171,000 Kip. 40.6 million of which was financed by our joint project with CRS, money we also used for having 650 polo- and t-shirts made along with promotion and decoration costs. Most of the artists performed for free and we received special rates on the location, TV broadcast and event management. After the deduction of all costs we are left with a grand total of 89,801,000 Kip (nearly 9,000 EUR). In addition to this we have been receiving donations to our European accounts.
Even bigger than the financial success is the awareness which this day raised for us and the topic autism in general. Various Laotian media outlets reported on autism in unprecedented depth; the many people who visited the various events of the day showed a strong interest and disseminated information further. In the first week after the concert alone we had ten families visit us to introduce their children whom they now suspect to be autistic.
Altogether it was a highly successful day for the Association for Autism which would never have been possible without the strong support of many helpers. This is why we would like to take the opportunity here to say what we did not get a chance to say in the late evening of 29 March: A huge Thank You to everyone who contributed to this success in front of, on and behind the stage! Thank you to all donors in Laos and everywhere else in the world!
Minister of Health Prof.Dr. Eksavang Vongvichit opens the WALK FORAUTISM
Tired after the walk
Performance of VAC kids

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