Posts Tagged Autism Spectrum Disorders

Playing sports

In January a small team of AfA participated at the 1st ASEAN Autism Friendship Games in Laguna,Philippines, 14-15 January 2016. Our 3 participants came back with 3 medals: Weston won gold in bowling under 13 years, Marcel and Alex won silver in bowling over 13 years and 50 m running under 13 years respectively.

Our medal winning team with coach T.C.

Our medal winning team with coach T.C.


In February a bigger team participated at the 8th Autistic Games in Khon Kaen, Thailand. They came back with two gold, 3 silver and 3 bronze medals. Many thanks to CRS, Asia Foundation, JICA and mamny many more for supporting our successful athletes.
Our successful team to Khon Kaen

Our successful team to Khon Kaen


On March 6 an even bigger team of children with autism, parents, teachers relatives and friends joined the 5 km Fun Run on the occasion of the Vientiane International Half Marathon. Very good job, guys.
AfA camp after the run

AfA camp after the run

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Preparing for the 3rd congress of ASEAN Autism Network

In 2010 the ASEAN Autism Network was founded and held its first congress in Bangkok, Thailand. The network is uniting associations of parents of children with autism throughout the South-east Asian region. In 2013 AAN met for its second congress in Bandar Seri Begawan, Brunei Darussalam. In both congresses members from 9 ASEAN countries had the great opportunity to share experiences, to visit education institutions for children with autism and to agree on joint activities. AfA very much appreciates the support lend by the more experienced association to the relative latecomers like us.
Now we are preparing for the 3rd congress which will take place in Los Baños, Laguna province, Philippines, 14.-17. January 2016. Not only the location but also the focus of the congress changed over time. Have the first congresses concentrated on sharing knowledge and experiences, the third will put the persons with autism in the centre. Different creative and sports activities are scheduled for the event such as swimming, bowling running, colouring and clay moulding as well as leisure games.
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So far we could ensure the participation of 3 of our children accompanied by parents and supporters. We still have to prepare our kids on how to travel by plane, but we are optimistic that we can manage this. It would be nice if we could provide more children the chance to participate as many more than the three selected prepared seriously in different training activities. But parents and AfA are not able to shoulder the cost of approximately 1.500 USD per participant. The current 8 persons are able to travel to the Philippines thanks to the generous support form the Japan Foundation and Catholic Relief Services.

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Urgent call for support

Dear friends,

AfA has been invited to participate at the 3rd AAN Congress in January in Laguna, Philippines. We would like to send 4 of our kids to participate at the sports and arts events planned during that congress and ensure proper guidance by parents and teachers/trainer during that time. But our budget is limited. There for we ask for support. Formore details please refer to our letter attached here.
Donation letter 151121-2

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Gelungener April

Am 2. April begingen wir gemeinsam mit Freunden in aller Welt den 2008 von der UNO festgelegten Weltautismus-Tag. In diesem Jahr versammelten sich etwa 240 Freunde und Mitglieder von AfA am Patousay, dem Wahrzeichen von Vientiane. Nach einer zünftigen Aerobic-Runde erstrahlte das Areal im Zeichen der Autismus-Kampagne “Light it up blue” in blauem Licht. Zur gleichen Zeit erläutere EU-Delegationsleiter Michel Goffin laotischen Medien vor dem gleichfalls blau leuchtenden Europahaus in Vientiane die Hintergründe der Aktion.
Vom 2. bis 5. April verkauften die Vientianer Filialen der Caféhauskette JoMa eigens hergestellte Kekse in Puzzleform. Künstler aus Laos, Thailand und Vietnam hatten auch in diesem Jahr Bilder gespendet, die vom 3. bis 5. April in einer vom Mercure-Hotel Vientiane unterstützten Ausstellung verkauft wurden. Popsängerin Aluna überraschte bei der Vernissage mit einer eindrucksvollen Akustik-Version ihres Autismussongs “In Your Arms”. Der Erlös der Aktion kommt auch in diesem Jahr dem Stipendienfonds von AfA, der Weiterbildung von SonderschulerzieherInnen und dem Betrieb der Geschäftsstelle von AfA zugute.
In den laotischen Fernsehprogrammen lief eine neuer Beitrag über Autismus, diesmal über die Erfolge kontinuierlicher Bildungsarbeit. Alles in allem sehr anstrengende, aber auch ebenso eindrucksvolle und erfolgreiche Tage Anfang April.

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Helfer von überall

Im Vientiane Autism Center geht es zu wie im Taubenschlag. Freiwillige aus aller Welt geben sich die Klinke in die Hand und brauchen ihrerseits Unterstützung. Die Arbeit, die sie leisten, ist großartig. Kürzlich waren Pia und Larissa aus Deutschland da. Pia, die Logopädin, und Larissa, die Physiotherapeutin, haben sich nicht nur wunderbar ergänzt bei der Weiterentwicklung verschiedener Therapieansätze am VAC, sie konnten auch auf die tatkräftige Unterstützung von Erika Berg bauen. Erika, auch Präsidentin von Lotusblüten e.V., nahm beide bei sich zu Hause auf. Großes Dankeschön an alle drei!
Leslie und Cécile, Psychologin und Kinderärztin aus Frankreich, sind schon seit Ende Februar eifrig dabei, Kinder, die Auffälligkeiten in ihrer Entwicklung zeigen, zu diagnostizieren. Eine Premiere in Laos und schon wegen der Sprachhürden kein leichter Job. Sie werden unterstützt von Robin aus der Schweiz, der Tschechin Lenka und dem Amerikaner Wilson, allesamt Psychologen mit praktischer Erfahrung. All diese gut qualifizierten Experten arbeiten praktisch kostenlos. Doch selbst die Übernahme an sich kleiner Summen wie preiswerte Gästehaus-Übernachtungen summieren sich schnell zu einigen tausend Euro. Zum Glück gibt es da Catholic Relief Services, das Caritas-Pendant aus den USA. CRS, schon in den zurückliegenden drei Jahren hilfreicher Partner von AFA, hat auch in diesem Jahr ein großes Unterstützungspaket geschnürt, aus dem sich auch einige Ausgaben des Diagnose-Projekts bestreiten lassen. Handicap International half uns, einen dringend benötigten Dolmetscher für das Team zu finden und zu bezahlen.
Thevarith Chanthavone, aus den USA zurückgekehrter Sportlehrer und Trainer, hat es von der ersten Minute an geschafft, unsere Kinder in Bewegung zu versetzen.
Jason, unser Langzeit-Freiwilliger vom Australischen Roten Kreuz, hilft uns, neue Projekte zu entwickeln und den Weltautismustag Anfang April vorzubereiten.
Nicht zu vergessen Tom Chaves aus Brasilien, der eine Menge tolle Fotos gemacht hat.

Fony is proud of his achievements at Primary School

Fony is proud of his achievements at Primary School


Insgesamt ein tolle internationales Team, das uns in unserer Arbeit zum Nutzen der Kinder mit Autismus weiter voranbringt. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle!
Dabei ist noch nichts gesagt über die Mühen der Ebene, denn neben all diesen Aktivitäten müssen wir dafür Sorge tragen, auch die täglichen Ausgaben zu meistern, seien es die Gehälter unserer insgesamt schon 23 Beschäftigten, darunter als neuester Zugang der Fahrer für unseren Minibus, der vom ersten Tag an voll gefordert ist, oder die Zuschüsse zu den Gebühren am VAC für Familien mit niedrigem Einkommen. Hier sind wir weiter auf Spenden angewiesen. Allen Spendern, viele davon inzwischen Dauerspender, gleichfalls ein herzliches Dankeschön.

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Proper diagnosis at AFA

Starting from today Association for Autism is able to provide diagnosis for children suspected of being on the autism spectrum. Thanks to two volunteers from France, psychologist Leslie Marneau and paediatrician Cécile Freihuber, AfA is able to offer this service for one month. The activity is also supported by Handicap International providing a translator for two weeks and Catholic Relief Services by covering the bulk of occurring expenses related to this unique initiative. The French experts would be happy to have Lao experts as assistants in order to train them on the job.
For appointments please contact Mrs Malayphone under 021 330409 or 030 5329047.

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Wir brauchen dringend Hilfe

Schreiben der Präsidentin der Association for Autism

Viengsam Soinxay, President of AfA

Viengsam Soinxay, President of AfA


Im Namen der Association for Autism schreibe ich Ihnen, um Ihnen für die kommende Weihnachtszeit alles Gute zu wünschen.
Zunächst noch einmal herzlichen Dank allen bisherigen Spendern. Ihre Spenden trugen wesentlich dazu bei, das Leben von vielen Kindern und ihrer Familien zu verändern. Heute möchte ich Ihnen gern die Geschichte von Oui erzählen, damit Sie besser verstehen, was Sie mit Ihrer Unterstützung bewirken können.
Oui ist acht Jahre alt. Ihr Vater arbeitet in der Provinz Sekong im Süden von Laos und ist so wochenlang weit weg von seiner Familie. Oui, Ihre Mutter, Großmutter und Schwester bleiben derweil in der Hauptstadt Vientiane zurück. Als wir Oui und ihre Familie kennenlernten, mussten alle Fünf zusammen mit einem Einkommen von zwei Millionen Kip (etwa 200 Euro) im Monat auskommen.
Ouis Eltern versuchten, das Mädchen in eine staatliche Schule zu schicken. Doch die Lehrer hatten keinerlei Erfahrung im Umgang mit autistischen Kindern und deren besonderen Bedürfnissen. Sie wussten einfach nicht mit ihr umzugehen. Oui konnte nicht sprechen und sie hatte Probleme, die einfachsten Situationen zu meistern. Sie konnte beispielsweise nicht mitteilen, wann sie zur Toilette musste und konnte nicht ruhig auf ihrem Platz sitzen. Sie begann zu schreien, wenn sie etwas haben wollte, und konnte den einfachsten Anweisungen nicht folgen. Das machte es nicht nur ihr unmöglich zu lernen, sondern ihr Verhalten hielt auch andere Kinder vom Lernen ab. Oui musste zu Hause bleiben, und weil ihr Vater weit weg war, musste ihre Mutter ihre Arbeit aufgeben, um sich um Oui zu kümmern.
Als die Familie vom Vientiane Autism Centre hörte, brachten ihre Eltern das Mädchen hierher in der Hoffnung, die erforderliche Hilfe und Verständnis zu finden. Doch die Familie konnte die Schulgebühren einfach nicht aufbringen. Nur dank der Hilfe von großzügigen Spendern konnten wir Oui (und viele weitere Kinder) in den zurückliegenden Monaten mit einem Stipendium unterstützen.
Dank intensiver und qualifizierter Unterstützung durch unsere Sonderschulerzieher konnte Oui große Fortschritte machen. Sie hat gelernt, an Gruppenübungen teilzunehmen und fühlt sich wohl bei den Bewegungsübungen, sie konnte ihre Konzentration deutlich erhöhen und ist interessiert zu lernen. Oui kann inzwischen schreiben. Sie folgt Anweisungen, hat bessere Kontrolle über sich selbst und kann auch einige Situationen des täglichen Lebens meistern. Sie nimmt in diesem Jahr, begleitet und betreut von Lehrern unseres Zentrums, am Inklusionsunterricht einer Grundschule teil.
Doch durch die Spenden hat sich nicht nur Ouis Leben verbessert.
Seit Oui am VAC ist konnte ihre Mutter wieder eine Teilzeitbeschäftigung aufnehmen und so das Familieneinkommen aufbessern. Die Familie kann wieder Pläne für die Zukunft schmieden und auch Schulmaterialien und Kleidung für Oui und ihre Schwester kaufen. So wird Hilfe für ein Kind mit Autismus auch Hilfe für eine bedürftige Familie.
Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit auch eine Zeit der Besinnlichkeit und Nächstenliebe. Wir sind sicher, dass auch Sie zu den großherzigen Menschen zählen und wir hoffen deshalb, dass Sie in der kommenden Weihnachtszeit nicht nur die Bindungen in Ihrer Familie weiter stärken, sondern vielleicht auch einem Kind mit Autismus und seiner Familie im fernen Laos helfen möchten.

Wenn es Ihre persönliche Situation gestattet, bedenken Sie bitte, einem Kind mit Autismus in einer bedürftigen Familie in Laos mit einem Stipendium zum Besuch des Vientiane Autism Centre zu helfen.

Wir möchten vier Optionen vorschlagen:

Eine von Herzen kommende Spende von 1 EUR pro Tag hilft, Stipendien für Kinder aus einkommensschwachen Familien zum Besuch des VAC bereitzustellen. Eine regelmäßige monatliche Spende in Höhe von 30 EUR deckt 15% des Stipendiums für ein Kind – durch die gemeinsamen Anstrengungen vieler Spender können wir vielen Kindern die Chance auf ein reiches und erfülltes Leben eröffnen.

Eine bedeutsame Spende von 75 EUR pro Monat deckt 25% der Kosten die notwendig sind, einem Kind aus einer einkommensschwachen Familie den Besuch des VAC zu ermöglichen. Eine einmalige Spende in Höhe von 800 Euro sichert 25% eines Stipendiums für ein Jahr.

Eine großzügige Spende von 110 EUR im Monat deckt die Hälfte eines Stipendiums das nötig ist, ein Kind aus einer bedürftigen Familie einen Monat lang am Vientiane Autism Centre zu betreuen. Eine einmalige Spende in Höhe von 1.200 Euro trägt die Kosten eines halben Stipendiums für ein Jahr.

Eine großherzige Spende von 200 EUR pro Monat gewährleistet ein volles Stipendium, das es einer armen Familie erlaubt, ein Kind mit Autismus zum VAC zu schicken. Eine einmalige Spende von 2.400 Euro finanziert ein volles Stipendium für ein Jahr. Unsere Politik ist es, maximal 90% der Gesamtkosten eines Platzes am VAC zu übernehmen und die betreffende Familie zu bitten, die restlichen 10% zu tragen. Es ist aus unserer Sicht wichtig, dass die Familien auch selbst Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder übernehmen, entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten.

Stipendien der Association for Autism sind Geschenke von mehrfachem Wert. Einerseits helfen sie einem bedürftigen und oft frustriertem Kind direkt, anderseits wirken sie in vielfacher Weise auf das Leben der gesamten Familien.

Indem sie einem Kind neue Möglichkeiten eröffnen, helfen sie zugleich seinen Eltern mit niedrigem Einkommen, eine bessere Zukunft für die gesamte Familie zu bauen. Sehr oft haben Mütter von Kindern mit Behinderungen ihre Beschäftigung aufzugeben, um ihre Zeit ganz ihrem besonders bedürftigen Kind zu widmen. Durch qualitative hochwertige Bildung für das Kind eröffnen sie seinen Eltern gleichzeitig eine Möglichkeit, Armut zu entgehen. Bitte lesen sie auch über die anderen Einzelschicksale um zu erfahren, wie Ihre Hilfe das Leben von ganzen Familien verbessern kann.

Wenn Sie ein komplettes Stipendium am Vientiane Autism Centre spenden wollen, werden wir Ihre großzügige Unterstützung gern würdigen, indem wir das Stipendium entsprechend Ihren Wünschen benennen. Dies kann in Ihrem eigenen Namen sein oder auf den Namen eines Verwandten oder einer anderen, von Ihnen verehrten Person oder Institution. Großherzige Firmen sind gleichfalls eingeladen, ein Stipendium zu finanzieren. Dies ist eine großartige Gelegenheit, Ihren Mitarbeitern und Kunden Ihren Erfolg und Ihr soziales Engagement zu zeigen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung für Association for Autism. Wir stehen gern zur Verfügung, mit Ihnen über konkrete Möglichkeiten der UNterstützung unserer Arbeit zu sprechen.
Mit freundlichen Grüßen,

Viengsam Soinxay

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Lotusblüten e.V. gegründet

Gestempelt und gesiegelt: seit dem 19. September gibt es Lotusblüten e.V., einen deutschen gemeinnützigen Verein zur Förderung autistischer Kinder und Jugendlicher in Laos. Von Erika Berg und ihren emsigen Freunden ins Leben gerufen, hat der Verein zum Ziel, in Deutschland und darüber hinaus im europäischen Raum Spenden zur Unterstützung der Association for Autism in Laos zu sammeln. Da der Verein in Deutschland registriert und seine Gemeinnützigkeit vom zuständigen Finanzamt anerkannt ist, ist Lotusblüten e.V. auch in der Lage, steuerlich absetzbare Spendenbescheinigungen auszustellen.
Lotusblüten e.V. ist erst wenige Tage alt und war schon sehr aktiv, zum Beispiel am 19. Oktober zur Eröffnung der Beratungsstelle des Regionalverbandes Autismus Karlsruhe e.V. Auch die ersten Spenden sind auf dem Konto des Vereins eingegangen.
Wenn Sie interessiert sind, als Fördermitglied von Lotusblüten e.V. oder als Spender eine Teil-Patenschaft über ein Kind mit Autismus in Laos zu übernehmen, oder wenn Sie andere Fragen zu unserem Projekt haben, wenden Sie sich bitte direkt an erika-berg@gmx.net.
Hier das Spendenkonto von Lotusblüten e.V.:
Lotusblüten e.V.
Konto-Nr. : 19532704
BLZ: 66692300

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Hurra, ich bin ein Schulkind

Jeden Morgen um 8:00 Uhr fährt der Minibus vor. Dann klettern acht Kinder und fünf Lehrer in das Gefährt. Nach 10 Minuten Fahrt durch das zunehmende morgendliche Verkehrsgewühl sind sie am Ziel: die staatliche Grundschule Saphanthong Neua. Meist sind die anderen fünf Kinder des VAC schon da, denn in diesem Jahr sind es 13 Kinder mit Autismus, die in den Klassenstufen 1 bis 4 am Unterricht teilnehmen. Die anderen Kinder haben sich nicht nur an die oft so anders reagierenden Klassengefährten gewöhnt, sie helfen, wo immer es geht. “Guten Morgen, Marcel,” sagt ein Mädchen, nimmt den fast doppelt so großen Jungen mit großer Selbstverständlichkeit an die Hand und führt ihn in den Klassenraum.

Veton

Veton wird als einer der besten Schüler ausgezeichnet


Veton findet seinen Weg allein. Er ist einer der besten Schüler der Schule, belegt schon seit Monaten konstant einen der ersten drei Plätze. Er ist auch eines von drei Kindern, die nach dem Mittagessen im VAC (die meisten Kinder der Grundschule essen zu Hause zu Mittag, die 13 VAC-Schüler fahren mit dem Minibus zurück ins VAC) auch am Nachmittag in der Schule sind.
Nicht nur unsere Kinder mit Autismus gewöhnen sich hier daran, sich in alltäglicher Umgebung zu bewegen, auch die anderen Kinder lernen, dass es spezielle Kinder gibt, die mehr Unterstützung brauchen, um den Alltag zu meistern. Es ist ein schönes Gefühl, Freunde zu haben.

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Alles Gute, Phoutthavy!

Als das Vientiane Autism Center im Juni 2009 öffnete, war Phoutthavy eines der ersten neun Kinder. Der Junge war noch nicht drei Jahre alt, konnte nicht sprechen, war aber immer freundlich und guter Dinge. Schnell wurde Phout, wie er kurz gerufen wurde, zum Fotostar des Zentrums. Und Phout lernte, lernte, sich selbst anzuziehen, zu duschen, zu sprechen, zu singen und zu tanzen. Er lernte, mit den Erzieherinnen zu kommunizieren und mit den anderen Kindern. Phout tanzte immer in der ersten Reihe. Auch weil er im Vergleich zu vielen anderen Kindern klein war. Weiter hinten hätte man ihn nicht gesehen.
Nach drei Monaten formte er Laute zu selbst erfundenen Wörtern. Drei weitere Monate dauerte es, bis er verständlich artikulierte. Bald konnte er auch sicher mit Zahlen umgehen, hatte keine Probleme mit Formen und Farben. Wenn es zum Essen ging, begann Phout den anderen Kindern helfen.
Als die Fortschritte so deutlich wurden, dass auch die Erzieherinnen befürchteten, das Lernen im Zentrum könne Phoutthavys Entwicklung nun eher bremsen als fördern, sprachen sie mit Phouts Eltern. Die beobachtete den Fortschritt ihres Sohnes eher vorsichtig, wollten sicher sein, dass es keinen Rückschlag geben würde. Im Schuljahr 2012/13 begann dann unser erstes Projekt in Inklusionspädagogik. Natürlich war Phout einer der ersten, die dafür in Frage kamen. Er wurde, gemeinsam mit sieben anderen Kindern mit Autismus, stolzer Schüler der Grundschule Saphanthong. Im ersten Halbjahr war er Zweitbester seiner Klasse, das Schuljahr beendete er auf Platz 3. Bei den Auftritten unserer Kinder zu den Jahresabschlussfeiern im VAC sowie beim Wohltätigkeitskonzert im März und zum Kindertag im Juni 2013 versuchte er sich erfolgreich als Sänger und Tänzer. Ob der allgegenwärtige Gangnam Style oder das laotische Kinderlied Kuan Chai – Phout war ein ruhender Pol in der Bühnenshow, die mit viel Beifall gefeiert wurde.
Farewell Phoutthavy
Phoutthavy war dabei noch immer der stets gut gelaunte Junge, der morgens auf der Treppe des VAC saß und und alle Ankömmlinge mit einem freundlichen „Sabaidi“ begrüßte. Manchen Tag fühlten sich die Erzieherinnen schon zu starkt beansprucht, denn Phout schwatzte nun nicht nur unaufhörlich, sondern löcherte sich auch mit unendlich vielen Fragen. Bis zum 12. Juni. Das war sein letzter Tag im Vientiane Autism Center. Phoutthavy ist der erste unserer Schüler, der den kompletten Sprung in eine „normale“ Schule wagt – und schaffen kann. Die Sommerferien nutzt er zur Eingewöhnung in die neue Umgebung. Eltern und Erzieherinnen des VAC verfolgen seinen Weg mit großer Aufmerksamkeit und stehen bereit, sofort einzugreifen, falls Probleme auftauchen. Auch die Lehrer seiner neuen Schule sind eingeladen, sich im VAC darüber zu informieren, welche besonderen Anforderungen ein Kind mit Autismus stellt.
Wir sind stolz auf Phoutthavy und seinen Erfolg und werden alles tun, dass der aufgeweckte Junge auf diesem Weg bleibt. Phout, wir wünschen Dir alles Gute und sind auch weiter für Dich da!

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